Urlaub an der Nordsee

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Friesland

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Friesland

Friesland ist eine Region im Nordwesten von Niedersachsen, die weit mehr als nur den Landkreis Friesland umfasst. Im Westen reicht sie in den Landkreis Wittmund hinein, im Norden hat sie eine Küste zum Wattenmeer der Nordsee. Östlich liegen Jade und Jadebusen und die kreisfreie Stadt Wilhelmshaven. Im Süden Frieslands liegen die Landkreise Wesermarsch, Ammerland und Leer. Zur Region gehören auch die dem Festland vorgelagerten ostfriesischen Inseln Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge mit weiten Stränden und den schönen Dünenlandschaften.


 

Geografie

Landkreis Friesland - Geografie

Die Region Friesland befindet sich noch östlich der historischen Landschaft Ostfriesland. Geschichtlich ist der Begriff damit zu erklären, dass dieses Gebiet zwar historisch zum alten Friesland zählt, aber nie zur Grafschaft Ostfriesland, sondern zu Oldenburg gehörte.

Der vorwiegende Landschaftstyp ist die Marsch, gefolgt von Geest und Moor. Weit verbreitet in der Landschaft sind Wallhecken in Form von Wällen, die mit Bäumen oder Sträuchern bewachsen sind. Sie sind Teil der Kulturlandschaft Frieslands und stammen aus dem Mittelalter. Sie dienten damals der Abgrenzung von Grundstücken, heute dienen sie dem Windschutz und stellen ökologische Kleingebiete dar. Wegen der Lage der Region direkt an der Nordsee spielt der Tourismus eine wichtige Rolle.


 

Wittmund

Raddampfer 'Concordia'

Der Landkreis Wittmund verdankt seinen heutigen Umfang massgeblich den Eindeichungsbemühungen vieler Jahrhunderte. Noch im 12. Jahrhundert reichte die Harlebucht bis an die Stadtgrenzen der Kreisstadt Wittmund heran.

Viele Randwanderrouten führen durch den Landkreis Wittmund. Auch der größte Hochmoorsee Deutschlands, das über einen Bohlenweg begehbare Naturschutzgebiet "Ewiges Meer", gehört zum Kreisgebiet.

Besondere Aufmerksamkeit gebührt dem Deutschen Sielhafenmuseum in Carolinensiel mit seinem historischen Hafen. Eine Fahrt mit dem Raddampfer "Concordia" von Carolinensiel nach Harlesiel gehört zu den Höhepunkten eines aktiven Urlaubs im Nordwesten.


 

Wilhelmshaven

Wilhelmshaven

Wilhelmshaven (umgangsprachlich auch Schlicktown genannt) mit seinem reichhaltigen Kultur- und Freizeitangebot liegt eingebettet in die Marschlandschaft am Westufer des Jadebusens, unmittelbar hinter dem Seedeich an der Nordsee und der sogenannten Waterkant. Das Stadtgebiet bildet den östlichen Teil der ostfriesischen Halbinsel zwischen Dollart und Jade. Die Stadt grenzt im Osten und Süden an die Nordsee. Die Wattgebiete in der Küstenregion bei Wilhelmshaven gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Das Gebiet der heutigen Stadt Wilhelmshaven wurde von Friesen besiedelt. Durch den so genannten "Jade-Vertrag" vom 20. Juli 1853 kaufte der Staat Preußen vom Großherzogtum Oldenburg ein 313 ha großes Gebiet am Jadebusen zwecks Bau eines Stützpunkts für die Preußische Marine an der Nordsee. Der Vertrag wurde am 23. November 1854 umgesetzt und ab 1856 erfolgte der Bau des Hafens, dem sich alsbald auch eine kleine Siedlung anschloss. Am 17. Juni 1869 erhielt der Hafen in Anwesenheit von König Wilhelm I. von Preußen den offiziellen Namen Wilhelmshaven.

Ökonomischer Schwerpunkt in Wilhelmshaven ist die Hafenwirtschaft. Mit einer Fahrwassertiefe von 20m in der Jade ist Wilhelmshaven Deutschlands einziger Tiefwasserhafen. Wichtigstes Hafenprojekt ist der Bau des JadeWeserPorts, eines neuen Hafens für Containerschiffe, die aufgrund ihres Tiefgangs nicht die Häfen an Weser und Elbe anlaufen können. Der Seehafen ist als Umschlagplatz für die Energieversorgung Deutschlands von großer Bedeutung. Zugleich ist er der einzige große Marinestützpunkt Deutschlands an der Nordsee.


 

Geschichte

Audienzsaal Schloss Jever

Wenn auch das friesische Küstengebiet in Landschaftsbeschreibungen und Reiseberichten seit der Antike immer wieder als unwirtliches, wasserdurchflutetes Land mit einem feuchten, siedlungsfeindlichen Klima beschrieben wird, so macht diese Einzigartigkeit den Reiz und das Besondere der Landschaft zwischen Ems und Jade aus.

Gerade in Friesland zeigt sich, wie stark die äußeren, landschaftsbildenden Faktoren auch die inneren Strukturen, Wirtschaft und Politik, ja die gesamte geschichtliche Entwicklung des Landes bestimmen können. Als Bewohner einer königsfernen Landschaft und bei äußeren Angriffen wie der Normannengefahr, auch Flutkatastrophen, auf die eigenen Kräfte angewiesen, entwickelten die Friesen ein starkes Selbstbewußtsein, welches sich in der sogenannten friesischen Freiheit ausdrückte.

Diese beruhte darauf, dass alle Friesen ihr Gut als Eigentum besassen, eine Freiheit, die direkt vom König abhängig war und keinen Zwischeninstanzen verpflichtet war. Hinzu kam, daß durch die Gemeinschaftsaufgabe der Normannenabwehr und des Deichbaus die genossenschaftlichen Kräfte gestärkt wurden. So konnten sich in Friesland regionale, bäuerlich-ländliche Gemeinden herausbilden, die im Unterschied zur herrschaftlichen Lehnsordnung eine Ratsverfassung aufwiesen.

Dies führte auch dazu, dass es in Friesland zwar wichtige Handelszentren gab, zu denen auch Jever mit seinem beachtlichen kulturellen Leben gehörte, sich aber Städte im Rechtssinne erst vergleichsweise spät im 16. Jahrhundert ausgebildet haben.

Die Geschichte der Herrschaft Jever ist ebenso wie die der Herrschaft Varel - Kernregionen Frieslands - eng mit den Geschicken der Grafschaft Oldenburg verflochten. Dieses Nebeneinander von Einflussnahme und Selbstbehauptung hat in der Region viele noch heute sichtbare Spuren hinterlassen, denen nachzuforschen nach wie vor sehr faszinierend sein kann.

Text: Schlossmuseum Jever, freie Enzyklopädie Wikipedia. Diese und weitere Informationen können Sie an Ort und Stelle "nachschlagen":